crimeandscience
Navigation  
  Willkommen
  Geschichte der Kriminalistik
  Daktyloskopie
  => Die Geschichte der Daktyloskopie
  => Entwicklung latenter Fingerabdrücke
  => Auswertung der Fingerabdrücke
  => Versuch 1: Nachweis mit Ruß
  => Versuch 2: Nachweis mit Silbernitrat
  => Versuch 3: Nachweis mit Essigsäure
  => Versuch 4: Nachweis mit Iod
  Dokumentenfälschung
  Toxikologie
  Biologische Spuren
  Drogennachweise
  Gästebuch
  Kontakt
  Quellen & Links
  Disklaimer
  Gruppeninterner Bereich
Homepage designed by Jan Plitzkow
Auswertung der Fingerabdrücke

Auswertung von Fingerabdrücken

 

Eine sinnvolle Speicherung und Auswertung von Fingerabdrücken ist eigentlich erst seit der Erfindung des Computers möglich. Natürlich versuchte man bereits zuvor die Abdrücke vom Tatort auf Karteikarten zu sammeln und hatte auch ein Verzeichnis mit Abdrücken von denjenigen Personen, die schon einmal in Untersuchungshaft waren oder die ihre Strafe abgesessen hatten. Aber Fingerabdrücke dienten primär als Beweis um den Verdacht gegenüber einer Person zu bestätigen oder zu entkräften. Ein Abgleich eines Fingerabdrucks vom Tatort mit allen Karteikarten ehemaliger Täter war ein immenser Arbeitsaufwand, versprach zudem wenig Erfolg und wurde selten angewendet. Auch waren die Abdrücke lokal gelagert, sodass eine überregionale Aufklärung von Verbrechen kaum möglich war.

 

Durch die moderne Computertechnik ist es heute hingegen möglich, die bestehende Datenbank überregional, gezielt und in sekundenschnelle nach einem bestimmten Fingerabdruck zu durchsuchen. So kann schon ein Fingerabdruck auf der Tatwaffe genügen und der Polizeicomputer „spuckt“ den Namen und alle weiteren „Metadaten“ zu diesem Abdruck „aus“, sodass man schnell einen Hauptverdächtigen mit großer Beweislast hat.

 

Doch bis hierhin ist es ein langer Weg, denn zunächst einmal ist ein Abdruck vom Tatort ja nur ein Schwarz-Weiß-Bild. Ziel eines Wissenschaftlers, der einen Satz Abdrücke vorgelegt bekommt, ist es also zunächst, gewisse Ähnlichkeiten oder Grundstrukturen zu erkennen, die bei Fingerabdrücken immer wieder auftreten.

 

https://img.webme.com/pic/c/crimeandscience/auswertungvonfa_jan_01.jpg

 

Diese deutlichen bildlichen Muster eignen sich jedoch nur bedingt, um einen Fingerabdruck mit dem Computer zu erfassen und sinnvoll abzuspeichern. Man muss also versuchen einen Fingerabdruck, der im Endeffekt für einen Informatiker nichts anderes als ein Datensatz ist, in eine Form zu bringen, die vom Computer leicht gespeichert und wieder aufgerufen werden kann aber auch die Möglichkeit eines Vergleiches zweier Fingerabdrücke ermöglicht. Nur dann können wir diese Datenbank sinnvoll nutzen und zum Beispiel den Fingerabdruck vom Tatort mit dem von einem Verdächtigen vergleichen.

Zunächst stützte man sich dabei besonders auf den Vergleich besonders markanter Punkte im Fingerabdruck, denn in den Anfängen hatten die Computer nur geringen Speicherplatz und dieser Vergleich von markanten Punkten war eine effektive, vielversprechende und dennoch systemschonende Methode.

Schon bald entwickelte sich so die gängige Praxisregel, dass ein Polizeisachverständiger Fingerabdrücke als Beweismaterial vorlegen muss, bei denen mindestens 16 markante Merkmale der Fingerabdrücke auf Beweisstück und vom Verdächtigen übereinstimmen.

 

https://img.webme.com/pic/c/crimeandscience/auswertungvonfa_jan_02.jpg

 

Eine weitere effektive und bis heute gängige Methode zum Vergleich von Fingerabdrücken bedient sich eines einfachen Sachverhalts: Erstellt man von einem Fingerabdruck ein negativ und legt dieses in einem optischen Kanal mit einen Abbild des Fingerabdrucks übereinander, so wird sämtliches Licht ausgelöscht. Benutzt man jedoch Abbild und Negativ von zwei unterschiedlichen Fingerabdrücken, so passen diese nicht genau ineinander und es findet keine vollständige Lichtauslöschung statt.

Das Negativ eines gefundenen Fingerabdrucks wird nun solange mit den Bildern der Datenbank in einen optischen Kanal gestellt, bis eine vollständige Auslöschung eintritt.

 

Da uns heute modernste Geräte zur Verfügung stehen, die eine wesentlich höhere Speicherkapazität, einen höheren Datenumsatz und einen schnelleren Zugriff ermöglichen, kann der Computer heute – nach dem gleichen Grundprinzip wie früher – schon sehr viel genauere Vergleiche von Fingerabdrücken anstellen. Auch ein rein lineare Datenauswertung (Pixel für Pixel des Bildes) ist heute nicht mehr unmöglich, da die Leistungsfähigkeit der Systeme erheblich gestiegen ist. Dabei übersteigen die Fähigkeiten von Maschinen heute die Fähigkeiten von Menschen in Geschwindigkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit um weiten. Die moderne Computertechnik erweitert und erleichtert die Möglichkeiten der verbrechensbekämpfenden Maßnahmen also enorm.

Aktivität (heute): 2 Besucher (13 Hits)
Uhrzeit  
   
Werbung  
   
ACHTUNG!  
  Hallo Wenke,
ich habe Ihre Nachricht erhalten und auch versucht darauf zu antworten. Mein Email-Programm sagt mir aber, dass Ihre Email-Adresse nicht erreichbar ist. Liegt vllt ein Tippfehler vor?
Gruß, Jan
 
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=