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Toxikologie

Forensische Toxikologie


Die Toxikologie ist ein Teilgebiet der Pharmakologie. Der Name setzt dich aus den griechischen Wörtern toxikon (Gift) und logos (Lehre) zusammen. Sie ist also die Lehre von den Giften und beschäftigt sich mit ihnen und ihren Auswirkungen.

Toxine sind entweder körperfremd oder liegen in extrem hoher unphysiologischer Konzentration vor, sodass sie enorme Funktionsstörungen bewirken.

In der Vergangenheit waren besonders Tier- und Pflanzengifte wichtig, wohingegen heutzutage chemische Gifte die Überhand gewonnen haben. Der Giftbegriff hat sich also folglich im Laufe der Zeit erheblich gewandelt.

Die forensische Toxikologie ist ein Teilgebiet und beschäftigt sich mit dem Nachweis oder Ausschluss von Vergiftungen. In der heutigen Zeit ist sie unentbehrlich für die Todesfallaufklärung.

Die Nachweisverfahren müssen verschiedene toxische Substanzen unterscheiden und ihre Menge im Nanogramm pro Milliliter Bereich angeben können.

In geringen Mengen sind Gifte teilweise Medizin für die Menschen, in hohen Dosen allerdings wird man mit ihnen schnell Feinde los. So sagte im 16. Jahrhundert schon Paracelsus „Dosis sola facit venenum“ (Die Dosis allein macht das Gift). Gifte waren also schon immer von großer Bedeutung, wenn es sich um Ehebruch, Macht und Geld handelte. Denn nichts ist im ersten Moment so unauffällig und verursacht so wenig Gegenwehr.

Deswegen schützen sich schon die Ägypter mit Vorkostern vor ihnen, diese waren jedoch nutzlos, wenn das Gift erst nach einiger Zeit wirksam wurde. Eine andere Möglichkeit des Schutzes war ein Kräutergegenmittel, das bekannteste war Theriak, welches der römische Kaiser jeden Tag zur Vorbeugung gegen Gifte zu sich nahm.

Die Kenntnisse zur Herstellung von Giften kam nicht aus Europa, sondern aus dem Orient.

Die Vergiftung, die wohl mit am bekanntesten ist, ist der Mord an Sokrates. Dieser wurde gezwungen den Schierlingsbecher zu trinken, welcher Coniin, ein Alkanoid mit höchst toxischer Wirkung, enthielt.

Im 8.Jahrhundert wurde denn das Arsen A2O3 erfunden, welches auf jeden Fall tödlich ist. So blieb dieses Gift noch lange in der Geschichte bestehen, da es zusätzlich lange nicht nachgewiesen werden konnte.

Der erste Versuch, eine Vergiftung zu klären, erfolgte 1302 in Bologna zu einer Zeit, in welcher die Kirche noch deutlich Obduktionen untersagte.

Einen weiterer Durchbruch erfolgte im 16. Jahrhundert dank Paracelsus, welcher die Toxikologie in die Medizin eingliederte.

Ein Jahrhundert später kam es vermehrt zu Giftmorden in Frankreich und Italien, jedoch fehlte immer noch der chemische Nachweis dieser Verbrechen.

Diese wissenschaftliche Erkenntnis folgte erst im 19. Jahrhundert. 1814 veröffentlichte Orfila das erste toxikologische Lehrbuch („Traité des Poisons“). 1836 dann kam es zu einem Nachweisverfahren von Arsen durch die Marshsche Probe. Jedoch waren um 1840 immer noch 90 bis 95 Prozent der Morde, Giftmorde durch Arsen.

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