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Drogennachweise

Methoden zum Nachweis von Drogen


Um einen Konsum von Drogen nachzuweisen, der zeitlich noch nicht so lange zurück liegt sind Blut-, Speichel-, oder Urinproben notwendig. Ein Bluttest muss innerhalb von 24 Stunden nach dem Drogenkonsum durchgeführt werden, um ein genaues Ergebnis bekommen zu können. Um aber einen Drogenkonsum nachweisen zu können, der schon länger zurück liegt sind Haar-oder Fingernagelproben notwendig.

Ein Test erfolgt chromatografisch oder immunologisch.

Durch eine Urinprobe, einen Bluttest oder durch eine Haarprobe können folgende Drogen nachgewiesen werden: Ecstasy, Heroin, Morphin, Cannabis, Kokain, Amphetamine, LSD. Dabei werden die Drogen anhand ihrer Abbauprodukte nachgewiesen.

Der Konsum von Alkohol dagegen kann durch einen Atmetest, durch die Entnahme einer Speichel-oder Schweißprobe oder durch einen Bluttest nachgewiesen werden.


Informationen über das zu untersuchende Material


Blut

Blut eignet sich sehr gut als Untersuchungsmaterial für einen Drogentest, da es in großen Mengen im Körper vorhanden ist und die Droge durch alle Gefäße des Körpers transportiert.

Außerdem besteht für die zu untersuchende Person keine Möglichkeit die Blutprobe zu manipulieren.

Als Test vor Ort eignet sich Blut allerdings nicht.


Urin

Der Vorteil von Urinproben ist, dass große Mengen entnommen werden können.

Im Urin liegen Fremdstoffe, wie Drogen in größeren Mengen vor, als im Blut und können auch noch nach längerer Zeit nachgewiesen werden.

Ein Nachteil ist, dass konsumierte Drogen im Urin später nachweisbar sind, als zum Beispiel im Blut, da im Urin erst die Abbauprodukte der Drogen nachweisbar sind.

Nicht als Test vor Ort geeignet, da die Privatsphäre der zu untersuchenden Person gewahrt werden muss.


Speichel

Da Speichel vom menschlichen Körper in großen Mengen produziert wird eignet es sich  hervorragend zum Nachweis von Drogen. Durch eine Speichelprobe können aktuelle Bezüge zum Drogenkonsum hergestellt werden.

Eine mögliche Manipulation durch den ist weitgehend ausgeschlossen.

Eignet sich gut als Test, der Vorort durch geführt wird.


Haare/Nägel

Haare und Nägel eignen sich gut als Probesubstanz, da sie kreatinhaltig sind und da Keratin gut untersucht werden kann.

Die zu untersuchenden Substanzen werden in die keratinhaltigen Haarwurzel eingeschlossen, weshalb der Drogenkonsum bei einer Haarprobe auch noch nachgewiesen werden kann, wenn er schon längere Zeit zurück liegt.

Dadurch sind ebenfalls Aussagen über das Konsumverhalten möglich.

Allerdings können keine Aussagen zum akuten Drogenkonsum durch solche Proben/Tests gemacht werden.

Dieses Material ist nur für Langtests geeignet.


 

 

Beispielmethoden für den Nachweis von Drogen:

Gaschromatographie-Massenspektrometrie(GSMS)

Schon der Konsum geringer Drogenmengen genügt, um den Konsum von Drogen mit Hilfe dieses Verfahrens eindeutig beweisen zu können.

Dieser Test eignet sich allerdings nicht als Schnell-oder Vortest, da das Verfahren einige Zeit in Anspruch nimmt: Durch Erhitzen wird die Probe in den Gaszustand überführt und dann mit einem Trägergas vermischt. Das Trägergas sorgt dafür, dass die Probe bis zu einem Messfühler transportiert werden kann. Der Messfühler misst die Zeit pro Wegstrecke und stellt fest, wie viel Masse an ihm vorbei strömt.

Ein Massenspektrometer misst dann die Bewegungen der Elektronen in der Substanz.

Da jede Droge eine andere Elektronenverteilung hat, wird durch diesen Test nicht nur den Konsum von Drogen nachgewiesen werden, sondern es kann auch gleich festgestellt werden, um welche Droge es sich handelt.

Dieser Test liefert zwar sehr genaue Ergebnisse, aber er ist sehr teuer und wird daher nur in wenigen Fällen angewandt.


Immunologische Vortaste

Eignen sich gut zur Rationalisierung des weiteren Untersuchungsvorgangs. Immunologische Vortests stellen eine Vorselektion der Proben dar. Daraufhin wird entschieden, welche Materialien für weitere Tests geeignet sind, erste Aussagen über den Drogenkonsum können mit Hilfe dieser Test getroffen werden.

Diese Tests basieren auf dem Prinzip der Antigen-Antikörper-Reaktion.

Gemessen wird die Anzahl der gebildeten Immunkomplexe aus Antikörpern und Analyten. Diese Ergebnisse geben Auskunft über die Konzentration der gesuchten Substanz in der Probe.

Untersucht wird dabei Blut oder Urin.

Radioimmunessay(RIA)

Die zu untersuchende Probe wird mit radioaktiv markierten Eiweißen (Antigenen) vermischt. Spezielle, in der Probe enthaltene, Eiweiße konkurrieren dann mit den Antigenen um Bindungsstellen auf einer Messplatte.

Nach einer vorher festgelegten Zeit wird dann die Menge der Radioaktivität auf der Messplatte gemessen. So kann ermittelt werden, welche Drogenmenge konsumiert wurde und um welche Art der Droge es sich handelt.

Diese Art des Drogennachweises erbringt genaue Ergebnisse, ist aber sehr aufwändig und

Teuer.

Enzymimmunessay(EIA)

Durch fluroszierende Substanzen werden Vorhandene Drogen sichtbar gemacht.

Dieser Test eignet sich hervorragend als Vor-oder Schnelltest. Und wird daher häufig angewandt.

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  Hallo Wenke,
ich habe Ihre Nachricht erhalten und auch versucht darauf zu antworten. Mein Email-Programm sagt mir aber, dass Ihre Email-Adresse nicht erreichbar ist. Liegt vllt ein Tippfehler vor?
Gruß, Jan
 
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