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Geschichte der Kriminalistik

Die Geschichte der Kriminalistik


Die Kriminalistik entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Aufklärung von Straftaten und Überführung von Tätern. Lange vor Erfindung der Kriminalistik war vor allem die Folter eine gängige Methode zur Überführung von Straftätern. Erst durch die Entstehung der Kriminalpolizei sowie der Wissenszunahme entwickelte sich im 19. Jahrhundert die Kriminalistik.

1769 wurde die Folter eingeschränkt und es wurde die Inaugenscheinnahme des Tatorts eingeführt. Dabei nahm man Fuß- oder Schuhabdrücke und schaute die Leichen sowie sonstige Beweismaterialien an. Noch im gleichen Jahr begann man an den Universitäten unterschiedliche Methoden der Vernehmung und eine korrekte Untersuchung der Leiche oder der Spuren am Tatort zu lehren. Dadurch gewannen auch die Bekundungen der Ärzte, Chemiker und Apotheker an Bedeutung, denn schon in die frühere Kriminalistik wurden die unterschiedlichen Wissenschaften mit einbezogen. Als erster Kriminalist, der mit diesen Methoden arbeitete, gilt Jacob Georg Schäfer. 

 

Im Laufe des 19. Jahrhunderts machte die Technik eine rasante Entwicklung. Während es am Anfang des 19. Jahrhunderts kaum Möglichkeiten gab, Spuren zu überprüfen und sie anschließend zur Überführung eines Täters zu nutzen, so wurden mit der Einführung der Fotografie und der Entdeckung des Fingerabdrucks als Beweismaterial am Ende des 19. Jahrhunderts zwei heute noch genutzte Techniken entwickelt. Seit den 70. Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Arbeit der Kriminologen jedoch noch einmal erleichtert: Durch die Einführung von Computern müssen die Fingerabdrücke, die früher noch auf Karteikarten „gelagert“ wurden, nun nicht mehr umständlich gesucht oder in eine andere Polizeistation überführt werden sondern können in sekundenschnelle über eine digitale Datenbank von überall abgerufen werden. So wird die bestehende Datenbank automatisch nach dem neuen Fingerabdruck des potentiellen Täters durchsucht und auch eine überregionale Aufklärung von Kriminalfällen ist so möglich. Nicht zuletzt deswegen sind es auch die Sachbeweise, die heutzutage wichtiger sind als die Zeugenaussagen.

 

Nachdem deutsche Beamte der neu gegründeten Kriminalpolizei seit 1811 großen Erfolg bei ihren Ermittlungen für’s Kriminalgericht Berlin hatten, wurde 1818 in Frankreich „Sûreté“ und in England 1829 Scotland Yard gegründet. Es entwickelten sich Schemata zur Aufklärung von Straftaten. Außerdem wurde der Staat zum Justizmonopol. Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Kriminalabteilungen innerhalb der Polizei eingeführt und man versuchte, die Straftaten sowie Charakteristika der Straftäter mithilfe von Nachrichtensammlungen auszuwerten, um daraus für die Zukunft zu lernen. Ebenso entstand das Strafrecht in Deutschland zu dieser Zeit.

 

 

Im 20. Jahrhundert wurden die forensischen Wissenschaften und die wissenschaftliche Kriminalistik entwickelt. Es wurden immer mehr Institute und Labore gegründet, die sich mit der Kriminalistik beschäftigten. Auch an zahlreichen europäischen Universitäten konnte sich die Kriminalistik im Lehrangebot etablieren. Besonders im Zusammenhang mit Tötungs- oder Sexualdelikten drängte sich auch die Kriminalpsychologie in den Vordergrund. Schon 1914 gab es einen internationalen Polizeikongress in Monaco, auf dem Maßnahmen zur Vereinfachung der internationalen Fahndungen festgelegt wurden und die weltweite Einführung der Daktyloskopie (Lehre der Fingerabdrücke) beschlossen wurde. Der 1. und 2. Weltkrieg sowie die Zeit des Nationalsozialismus unter Hitler, in der die Polizisten durch Nationalsozialisten ausgetauscht wurden, brachten die neuesten Entwicklungen in Gefahr, denn das Verbrechen wurde unter den Nationalsozialisten zum politischen Machtinstrument. Nach dem 2.Weltkrieg befand sich die Kriminalistik aufgrund der Teilung Deutschlands ebenfalls in einer Krise. Die Polizei musste neu organisiert und aufgebaut werden. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurden Landeskriminalämter gebaut, die die Aufgabe besaßen, Spuren zu untersuchen, Gutachten zu erstellen und die Kriminalistik weiter zu erforschen. Das Bundeskriminalamt, was wir aus der heutigen Zeit kennen, ist 1951 entstanden.

 

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